Die Eisbärin, die Bergens Hafen zum Stillstand brachte
Ein Transport zwischen zwei Schiffen wurde 1953 zu einer ungewöhnlichen Verfolgungsjagd auf dem Wasser von Vågen.
Im Juli 1953 kamen drei Eisbären – ein Weibchen und zwei Jungtiere – an Bord der Lofoten nach Bergen. Sie sollten auf die Neptun umgeladen werden, die nach Hamburg weiterfahren würde. Bei der Aktion am Skoltegrunnskaien entkam die Eisbärin ihrer Holzkiste, erschreckte Menschen am Kai und fiel ins Meer. Dann schwamm sie in die Hafenbucht Vågen hinein.
Hafenarbeiter und Polizisten folgten ihr mit einem Boot. Laut Stadtarchiv gelang es ihnen, die Eisbärin mit einer Schlinge einzufangen, abzuschleppen und zurück in die Kiste zu bringen. Die Aktion dauerte etwa zwei Stunden. Die Szene wurde fotografiert; die Universität Bergen bewahrt Aufnahmen des Tieres im Wasser auf. Eine überraschende Geschichte mit eindrucksvollen Bildern – und zugleich ein Einblick darin, wie Wildtiere damals in Zoos transportiert wurden.